DAS BIER FÜR DIE GUTE COCKTAILBAR

KLEINE ZÜGE & GENIESSEN

Eine gute Bar überzeugt mit vielen Argumenten. Ein wirklich gutes Bier, wenn möglich frisch gezapft, gehört auch dazu. Wir haben eine kleine Bartour durch die Wiener City unternommen und ein paar gepflegte Budweiser Budvar gezwitschert.

Text: Wolfgang Schedelberger // Fotos: Reiner Fehringer, Bianca Kübler

Erfrischend: Normalerweise trinkt Oliver Horvath sein Budweiser in den Lokalen der Kleinod Group zwischen den Drinks aus dem Champagner-Glas.

Gute Bars machen nicht nur mit originellen Signature-Drinks von sich reden. Neben dieser „Kür“ erfüllt eine gute Bar auch die Pflicht – die für den dauerhaften Erfolg eben auch unerlässlich ist. Das Bier spielt auf der Karte einer Cocktail-Bar zwar nie die erste Geige, trotzdem ist es eines der wichtigsten Getränke, wenn es um die Gästezufriedenheit geht.

Auf der anderen Seite des Parks „Manchmal ist das Bier als schnelle Erfrischung die erste Bestellung eines Gastes, manchmal ist es der finale Gute- Nacht-Schluck. Oft wird es auch zwischen verschiedenen Cocktails bestellt, um den Gaumen zu erfrischen. Das Bier an der Bar wird also zu sehr unterschiedlichen Gelegenheiten bestellt“, erklärt uns Oliver Horvath im neuen Kleinod am Ring. Mit dem großen, schattigen und dank Sprühnebel auch umweltschonend gekühlten Gastgarten geht es hier schon ab dem späten Nachmittag als After-Work-Location im Freien los.

Der Outdoor-Bereich ist in Sommermonaten besonders wichtig, weil das legendäre Kleinod im Park aufgrund der Großbaustelle im Kursalon Hübner heuer und wohl auch im kommenden Jahr geschlossen bleiben muss. Aber man muss ja nur auf die andere Seite des Parks spazieren, um ins Kleinod am Ring zu gelangen. Am frühen Abend verlagert sich das Geschehen in den ebenerdigen Innenraum, wo es – erstmals in einem Kleinod Betrieb – auch warmes Essen gibt. Ganz so, wie das ja auch ursprünglich im Comida y Ron der Fall gewesen ist, das sich hier in den letzten 20 Jahren befunden hat. Und wenn der Abend zur Nacht geworden ist, öffnet sich im Untergeschoß (dem ehemaligen Red Room) eine elegante Bar mit DJ und kleiner Tanzfläche. So ist das Kleinod am Ring eigentlich drei Lokale in einem: Café/Bar, Restaurant und Club.

Der Markenmix muss passen Neben den bewährten Cocktails mit vielen hausgemachten Zutaten gibt es aufgrund des Restaurantbetriebs auch eine große Weinkarte mit heimischen und internationalen Etiketten. Beim Fassbier beschränkt man sich im Kleinod am Ring – so wie in den anderen beiden Lokalen – exklusiv auf Budweiser Budvar. Das hat mehrere Gründe. „Wir sind eine anspruchsvolle Cocktailbar im ersten Bezirk und achten genau darauf, mit welchen Marken wir zusammenarbeiten. Bei den Spirituosen haben wir kein Problem damit, wenn neben dem Pouring Partner ein paar weitere, weniger bekannte Marken am Backboard stehen. Beim Bier ist die Sache aber deutlich heikler. Wir brauchen eine starke, sympathische Marke, die man kennt. Sie muss zur Stadt und zu unserem Betrieb passen. Und es muss geschmacklich mehrheitsfähig sein“, so Oliver Horvath, während er uns und sich selbst ein Glas Budweiser Budvar zapft.

Manchmal ist das Bier als schnelle Erfrischung die erste Bestellung eines Gastes, manchmal ist es der finale Gute- Nacht-Schluck. Oft wird es auch zwischen verschiedenen Cocktails bestellt, um den Gaumen zu erfrischen. Das Bier spielt auf der Karte einer Cocktail-Bar zwar nie die erste Geige, trotzdem ist es eines der wichtigsten Getränke, wenn es um die Gästezufriedenheit geht, insbesondere das Budweiser Budvar.

Auf die Größe kommt es an
Für unser Foto schenkt der Kleinod-Chef ausnahmsweise ein Seidel ein. Normalerweise trinkt er nur einen frischen Schluck, den er sich in ein Champagnerglas zapft. Alternativ können Gäste auch einen Pfiff bestellen. Ein großes Bier (also 0,5 Liter) gibt es hier nicht. „Ein Krügerl gehört in den Biergarten und nicht in die Bar. Auch geschmacklich spricht viel dafür, Bier als Seidel zu zapfen“, erzählt Horvath. Nachsatz: „Wenn alles passt, gibt es auch keine Diskussionen über den Preis.“

Überhaupt sind die Kleinod-Bars Vorreiter, wenn es um die richtige, sprich kleinere Dimensionierung von Drinks geht. So gibt es nicht nur Champagner im 4-cl-Miniformat, auch die beliebtesten Cocktails gibt es als 4-cl-Shots – allerdings müssen zumindest zwei dieser „Most Wanted Shots“ gleichzeitig bestellt werden. So kann man mühelos mehrere verschiedene Cocktails kosten, ohne allzu rasch zu viel Alkohol zu „tanken“. „Wir wollen unsere Gäste nicht dazu drängen, bei uns viel Geld auszugeben. Wir wollen sie verführen, noch etwas zu bestellen. Deshalb ist es uns wichtig, dass das Bier immer schön gezapft im Originalglas zu Tisch kommt. Wenn man das am Nachbartisch sieht, bekommt man vielleicht auch Lust darauf, eines zu bestellen“, so Oliver Horvath.

Genauso subtil geht man im Kleinod mit Folgebestellungen um. Das kostenlose Glas Leitungswasser gehört in einer Cocktailbar ja dazu. In den Kleinod-Lokalen geht man jedoch einen Schritt weiter. Die Kellner füllen bei Tisch leere Wassergläser laufend wieder auf. Das wird von den Gästen als angenehmer Service empfunden. Gleichzeitig ermöglicht dies den Kellnern regelmäßig zu den Tischen zu kommen, ohne nach dem Befinden oder aktiv nach weiteren Bestellungen fragen zu müssen.

Partner der Bar-Community
Die Zahl heimischer Barbetriebe, die bei der Bierwahl auf Budweiser Budvar setzen, ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Das hat auch mit der Präsenz bei Branchen-Events wie dem Falstaff Bar & Spirits Festival, der Transgourmet Big Bottle Party und dem Liquid Market Festival zu tun. Neu dabei in der Budweiser-Budvar-Bar-Familie sind unter anderem Agent Oscar, krypt und Truth and Dare.

„Wenn man sich in der Bar auf eine Biermarke beschränken will, ist unser Budweiser Budvar sicher die beste Wahl. Eventuell bietet sich noch unsere alkoholfreie Variante des Nealko an, das die gleichen geschmacklichen Eigenschaften hat, aber eben ohne Alkohol.

Gerade in Cocktailbars, wo das Thema „bewusster Umgang mit Alkohol“ großgeschrieben wird, ist ein alkoholfreies Bier wie unser Budweiser Budvar Nealko eine gute Alternative“, weiß Michael Kolarik-Leingartner als Markenverantwortlicher für Budweiser Budvar in Österreich.

Kleinod am Ring: Mit dem großen, schattigen und dank Sprühnebel auch umweltschonend gekühlten Gastgarten geht es hier schon ab dem späten Nachmittag als After-Work-Location im Freien los.

Große Cocktailkultur in kleinem Rahmen
In einer sehr kleinen Bar wie dem Truth and Dare in der Wiener City ist eine Zapfanlage für Bier kein Thema. Das gibt der Platz nicht her. Der Fokus der beiden Betreiber Dominik Möller und David Kranabitl liegt auf elaborierten Cocktails, die in der Stadt einzigartig sind. Doch auch in einer kleinen Bar braucht es ein gutes Bier. Wenn man sich, wie im Truth and Dare, darauf beschränkt, nur eine Marke zu führen, muss diese mehrere Ansprüche erfüllen. Die Wertigkeit der Marke muss zu den eigenen Ansprüchen passen, es muss vollmundig sein, damit es auch zwischen zwei Cocktails schmeckt, gleichzeitig aber eine dezente Bittere haben, damit es erfrischt.

Und es sollte als Beigetränk zu hochwertigen Spirituosen wie Single Malts eignen. „Ich kann mit Gästen stundenlang über verschiedene Whiskies diskutieren. Aber beim Bier geht es mir darum, ein wirklich gutes anbieten zu können – ohne weitere Diskussionen. Was wäre denn die Alternative? Hätte ich fünf oder mehr verschiedene Flaschenbiere, würde ich laufend gefragt werden, wieso ich ausgerechnet das Lieblingsbier des Gastes nicht gelistet habe? Ich will auch den stark limitierten Lagerplatz nicht mit vielen verschiedenen Bierflaschen füllen“, erläutert Dominik Möller, wieso er mit „seinem“ Budweiser Budvar aus der 0,33-Liter-Gastroflasche glücklich ist. Wer will, bekommt es in den Originalgläsern mit einer schönen Schaumkrone eingeschenkt. Man darf es aber auch aus der Flasche trinken.