NEUE WEGE GEHEN

IN CHANCEN STATT IN PROBLEMEN DENKEN

Der Tourismus gilt in Österreich als unverzichtbarer Erfolgsfaktor. Und soll es bleiben. So das Fazit des “Zukunft:Tourismus”-Symposium der WK Salzburg.

Text: Redaktion // Fotos: Franz Neumayr

(v.l.): Hotelier Georg Imlauer, Peter Buchmüller (WKS-Präsident), Reisebüro-Fachfrau & WKS-Vizepräsidentin Andrea Stifter, Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Christl Döllerer (Gastronomin), Hotelier Albert Ebner und Inez Reichl-De Hoog (WKS-Fachgruppenobfrau).

Neben Herausforderungen wie Arbeitskräftemangel, Wettbewerbsfähigkeit und Energie sieht sich die gesamte Branche auch mit zunehmender Kritik aus der Bevölkerung in punkto „Treiber des Klimawandels“ konfrontiert. Muss man den Tourismus neu denken und wenn ja, wie? Was bedeutet Gastlichkeit in der Ausbildung genau nochmal? Welchen Rahmen muss die Politik gestalten, um in das Konto des touristischen Erfolgs einzuzahlen? Wie immer waren mehr Fragen und Wünsche auf der Agenda, doch auch gute Antworten und positive Signale, dass Veränderungen möglich sind. Nur wie immer beginnen diese bei einem selbst. So wie es einer ständigen Evaluierung der persönlichen Ziele bedarf, ist auch die Sinnhaftigkeit der Betriebswirtschaftlichkeit regelmäßig zu überprüfen. Und dies ist möglich, wenn man sich ggfs. gezielt Grenzen für das Wachstum setzt, in höhere Qualitäten investiert und 

Mehr Optimismus wäre fein

Landeshauptmann Wilfried Haslauer ist ein alter Hase und wählt seine Worte natürlich mit Bedacht. Jedoch überrascht er  mit mutigen Aussagen, die die Sicht der Gäste vermutlich treffend beschreibt. Die Entscheidung, wohin die Reise geht ist eine Entscheidung der Werte. Bedarf einer aufmerksameren Betreuung des Mittelstandes und Sinnenhaftes für das Arbeiten im Tourismus, das den Menschen auch gerecht wird.

Leider hat der Tourismus aktuell ein schlechtes Image. Es braucht mehr positive Bilder und Geschichten. Klare und fertig gedachte Lösungsvorschläge, statt nur oberflächige Überschriften und Diskussionen, die nie in die Tiefe kommen. Egoismus, Neid und nur auf den eigene Vorteil bedacht sein, sind keine guten Berater in Zeiten des Wandels. “Der Tourismus steht an einer Zeitenwende, die angesichts der Themen Globalisierung und bestehender Krisen bereits voll im Gang ist. Die Entwicklung muss eindeutig in Richtung eines verantwortungsvollen Tourismus gehen, der Regionalität, neue Formen der Reise-Mobilität und nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit der Natur in den Fokus rückt“, bringt es Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der auch für den Tourismus im Salzburger Land verantwortlich zeichnet, auf den Punkt.

Österreichs Gastlichkeit sichern

„Essenziell für die Zukunft des Tourismus in unserem Land ist die berühmte österreichische Gastlichkeit. Diese sehe ich in Gefahr, wenn wir uns nicht auf neue Wege wagen. Es ist unsere Pflicht, diese zu sichern“,

so Fachgruppenobmann Georg Imlauer, der ergänzt, dass neben der Attraktivitätssteigerung des Berufes ‚Tourismuskaufmann bzw. -kauffrau‘ auch der Zugang für ausländische Arbeitskräfte erleichtert und professionalisiert werden sollte. „Dafür haben wir in der WKS zum Beispiel auch die Tourismusakademie aus der Taufe gehoben.“

Mitbestimmen statt jammern

Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier widmete sich in seinem Vortrag gezielt dem „Image der Tourismuswirtschaft“. Für eine positive Entwicklung der Branche gelte es zunächst, sich der wachsenden Kritik aus der Bevölkerung zu stellen. „In der öffentlichen Meinung wird der Wirtschaftssektor Tourismus immer öfter auch als ‚Umweltzerstörer‘ und ‚Treiber des Klimawandels‘ betrachtet. Die Branche muss sich mit dem eigenen Image auseinandersetzen und versuchen, dieses prägend mitzubestimmen, anstatt darüber zu jammern“, so Filzmaier. Wichtig sei in diesem Zusammenhang eine gelungene Kommunikation, um die eigene Branche sowohl bei Medien wie Gästen und Einheimischen gut zu positionieren.

„Der Mega-Trend Nachhaltigkeit ist schon längst im Tourismus angekommen“, so die Salzburger Hoteliers Georg Imlauer und Albert Ebner. „Wie man anreisen kann, die Verwendung regionaler Zutaten bzw. regionale Gerichte bis zur Frage, wie mit den Ressourcen umgegangen wird, sind heute wichtige Entscheidungskriterien für Gäste“, berichtet Spartenobmann Albert Ebner.

Zur Einleitung seines Vortrages erläuterte Peter Filzmaier das Image der Branche in den Medien. 

Feuerwehrmann müsste man sein, dann wäre es gar nicht so schwer die Gäste mit seinen Themen auch zu überzeugen, so ein Chart des Impulsvortrages.

Und für das persönliche Stammbuch gab es noch einige Anmerkungen, damit der Start für die Erzählungen der guten Geschichten gelingen möge.

Nachwort

Das Image spielt immer und überall eine entscheidende Rolle, so auch für den Tourismus. Sich mit dem eigenen Image auseinanderzusetzen und es auch aktiv und selbstbewusst zu gestalten ist das Gebot der Stunde. 

Das Gute ist: Selbstbewusstsein lässt sich üben, und es ist nie zu spät, Verhaltensweisen zu erlernen, die uns dabei helfen, selbstsicherer durch den betrieblichen Alltag zu gehen. Wir brauchen wieder mehr Optimismus und Zuversicht!