WELTNEUHEIT

DIE WELT MIT JEDEM BISSEN BESSER MACHEN

Von geschmackvollen, pflanzenbasierten Gerichten, die den Zeitgeist treffen. Und warum das auf der Speisekarte Sinn macht und noch ein großes Potenzial hat.

Gehören auf die Speisekarte: die neuen, pflanzenbasierten Treberbällchen und -burger von Stiegl und easyVEGAN.

Nach einer gemeinsamen, intensiven Entwicklungszeit hat Stiegl mit dem Salzburger Start-up easyVEGAN eine neue, innovative Möglichkeit gefunden, den wertvollen Reststoff – Biertreber – in Form von geschmackvollen, pflanzenbasierten Treberbällchen und Treberburger, als fleischlose Alternative für die Speisekarte – in den Lebensmittelkreislauf zu bringen. Mit der Vision „Die Welt mit jedem Bissen besser machen“ produziert das junge Unternehmen seit einigen Jahren vegane Linsen-Produkte. „Was uns als Unternehmen eint, ist, dass wir echte, natürliche Lebensmittel ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe herstellen. Auch die Treberbällchen und -burger, bestehen aus natürlichen Rohstoffen und werden nicht hoch prozessiert, sondern schonend verarbeitet. Dadurch bleiben die natürlichen Nährstoffe enthalten,“ so Cassandra Winter vom Start-up. 

Die herzhaften Fleischersatzprodukte aus naturbelassenem Treber sind die ersten ihrer Art auf dem Markt weltweit. Sie sind reich an Ballaststoffen, enthalten Magnesium, Eisen & Vitamin B6, sind laktosefrei sowie frei von Palmöl und Gentechnik. Als Tellergericht, für Burger-Kreationen oder einfach zum Dippen, sie sind vielseitig einsetzbar – auf der wöchentlichen Menükarte wie à la carte.

Stiegl: Trendsetter abseits vom Bier

Der Fleischkonsum nimmt in den europäischen Ländern langsam, aber stetig ab. Bereits 36 Prozent der Konsumenten bevorzugen pflanzenbasierte Alternativen gegenüber Fleisch. Die Beweggründe für vegane Ernährung sind vielfältig: Gesunde Ernährung, die auch einen hohen Funktionswert erfüllt. Tierwohl, Umweltschutz sowie der Nachhaltigkeitsgedanke sind die Treiber der Veränderung. Im „Food Report 2023“ benennt die Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler „Regenerative Food“ als einen Trend, der in der umweltbewussten Foodie-Szene für Aufmerksamkeit sorgt. Sie meint damit Lebensmittel, die nach Kriterien der regenerativen Landwirtschaft erzeugt werden, dabei wenig Wasser verbrauchen, die Bodenfruchtbarkeit nicht angreifen und dadurch eine gute Energie- und Nachhaltigkeitsbilanz aufweisen. „Bei Treber, einem sehr hochwertigen Brau-Nebenprodukt, ist das gegeben. Insofern stand für uns schon länger fest, dass wir in diesem Bereich etwas tun möchten“, freut sich Stiegl-Bräuin Alessandra Kiener.  

«Unser tägliches Wirtschaften ist davon geleitet, die Umwelt zu schützen und dem Klimawandel entgegenzuwirken.»

– ALESSANDRA KIENER –

Stiegl: Stark am Puls der Zeit

In der Privatbrauerei ist man sich bewusst, dass es gastrotaugliche Innovationen sind, die am Ende des Tages Food-Trends in den gesellschaftlichen Alltag bringen.

Im Bierbrauprozess fallen jährlich rund 19.000 Tonnen Treber an, der bisher als Futtermittel für Rinder in der Brauerei abgeholt. Neben der Einbringung in den Futtermittelkreislauf sucht Stiegl stets nach weiteren Wegen. „Biertreber hat unheimliches Potenzial. Die einzige Herausforderung ist, dass man den Wertstoff innerhalb eines kurzen Zeitfensters verarbeitet muss, da er sonst verderben kann“, erklärt Stiegl-Chefbraumeister und -Geschäftsführer Christian Pöpperl, der das Stiegl-Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaft-Team leitet. Eine innovative Möglichkeit der Zwischennutzung wurde etwa im Vorjahr gefunden: Studierende der Fachhochschule Salzburg Campus Kuchl entwickelten gemeinsam mit SchülerInnen der HBLA für Landwirtschaft in Ursprung kompostierbare Teller aus Biertreber und Weizenkleie. Die umweltfreundlichen Einweg-Teller wurden mit dem Salzburger Innovationspreis 2022 in der Kategorie „Bioökonomie Made in Salzburg“ ausgezeichnet. Mit den „Trebertellern“ ließen sich in Zukunft große Mengen an Plastik-Müll durch Einweg-Geschirr vermeiden.

Stiegl: Gelebte Kreislaufwirtschaft

Neben der sinnvollen Verwertung von Reststoffen handelt Stiegl auch im Sinne von Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft: Das Traditionsunternehmen produziert selbst Ökostrom mit einer Photovoltaikanlage wie lokalen Wasserkleinkraftwerk und nutzt innovative und umweltschonende Technologien, wie in der Kältetechnik beim Bierbrauprozess. Die „Kaskadennutzung“, bei der Rohstoffe effektiv und mehrfach genutzt werden, um sie so lange wie möglich im Wirtschaftssystem zu halten, ist selbstverständlich. Verpackt wird mit Recyclingmaterial. Und so ist der CO2-Fußabdruck pro Liter Bier bereits enorm gesunken und liegt bei 201 Gramm. Bis 2025 soll der Wert unter 190 Gramm sein.

v.l. Christian Pöpperl, Cassandra Winter (easyVEGAN), Alessandra Kiener und Martin Jager (easyVEGAN) sind stolz drauf.

das plus

Einsparung bis zu 94 Prozent an CO2-Emissionen und bis zu 83 Prozent an Wasserverbrauch ein gegenüber einem konventionellen industriellen Rindfleisch.

Erhältlich bei Metro.